Rezension: Wie ein Flügelschlag von Jutta Wilke



Titel: Wie ein Flügelschlag
Autorin: Jutta Wilke
Verlag: Coppenrath Verlag
Seitenanzahl: 229
Reihe: keine Fortsetzung, Einzelband















Ich war fünf, als ich fliegen lernte. Ich schlüpfte aus den Armen meiner Mutter, die im hüfthohen Wasser stand, wand mich unter dem Seil hindurch und flatterte davon wie ein kleiner Vogel. Kein Boden mehr unter den Füßen und keine Hände mehr, die mich umklammerten. Über mir der Himmel und unter mir nichts als Wasser." Als die sechzehnjährige Jana für ihre Leistungen im Schwimmen ein Stipendium an einem Sportinternat erhält, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Aber dieser wird bald zum Albtraum, als Jana eines Tages ihre Freundin Melanie leblos im Schwimmbecken findet. Als Todesursache wird plötzliches Herzversagen angegeben. Jana hat jedoch den Verdacht, dass es um Doping geht. Aber egal, an wen sie sich wendet, überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Jana lässt nicht locker und kommt zusammen mit Melanies Bruder Mika schließlich der schrecklichen Wahrheit auf die Spur ... (Quelle: amazon.de)








In dem Buch geht es um die sechszehnjährige Jana, die sich mithilfe eines Stipendium an einem Sportinternat ihren Traum erfüllen will, Profischwimmerin zu werden. Dort lernt sie auch Melanie kennen. Sie ist ihre größte Konkurrentin, aber gleichzeitig auch ihre beste Freundin und die Einzige, die sie nicht ausschließt. Doch als Melanie Tod am Beckenrand gefunden wird, bricht für Jana eine Welt zusammen. Sie kann nicht glauben, dass Melanie an Herzversagen gestorben sein soll. Zusammen mit Melanies Bruder Mika will sie Melanies wahre Todesursache aufdecken.

Am Anfang erhält man einen Vorausblick auf das zukünftige Geschehen. Die Szene in der Melanies toter Körper gefunden wird, wird beschrieben. Nach diesem spannenden Anfang war ich schon ganz interessiert am Weiterverlauf der Geschichte. Doch ich musste mich wieder abbremsen, denn der Mittelteil war sehr langatmig und bis man überhaupt erst wieder zu dem Zeitpunkt nach Melanies Tod gekommen ist, hatte man schon das Halbe Buch gelesen und war schon ein bisschen gelangweilt.
Das Ende wurde aber wieder spannend und hatte einige Überraschungen auf Lager.
Was ich sehr gut fand, war, dass zwischen den einzelnen Kapiteln immer mal wieder ein kleiner Abschnitt aus der Sicht des Mörders geschrieben wurde, was dem langgezogenem Mittelteil dann wieder ein bisschen spannender und interessanter gemacht hat.

Das Cover und der Titel passen sehr gut zu der Geschichte und auch zu Janas Persönlichkeit, denn man findet im Buch immer wieder Sätze über Schmetterlinge oder über das Fliegen, welche die Autorin sehr gut eingebracht hat. Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin sehr gut und flüssig zu lesen.
Mir gefällt auch, dass es um mehrere Themen geht. Die Ermordung von Melanie stand zwar im Vordergrund, aber es ging auch um Themen wie Mobbing, Freundschaft, Liebe und (Leistungs)druck.





Der Anfang und das Ende sind spannend, leider ist der Mittelteil sehr langatmig und deswegen kam es bei mir manchmal zu Langeweile. Die Charaktere, die Thematik und der Schreibstil gefallen mir ganz gut, leider reicht es wegen dem schwachen Mittelteil nur für 3 von 5 Traumtänzerinnen:






















Jutta Wilke wurde 1963 in Hanau am Main geboren. Aufgewachsen auf dem Land am Fuß der Ronneburg lebt sie seit 1984 wieder in Hanau. Nach ihrem Jura-Studium in Frankfurt/Main arbeitete Jutta Wilke 12 Jahre als Rechtsanwältin, bevor sie ihre Robe mit der Geburt ihres vierten Kindes endgültig an den Nagel hängte. Seit 2007 arbeitet Jutta Wilke als Autorin für Kinder- und Jugendliteratur. Die inzwischen fünffache Mutter schreibt Gutenachtgeschichten, Vorlesegeschichten, Erstlesertexte, Geschenkbüchlein und auch Abenteuerromane, Liebesromane und Krimis für Jugendliche.
(Quelle: lovelybooks.de)

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