(Rezension) Looking for Alaska von John Green

Titel:  Looking for Alaska
Autor: John Green
Seitenanzahl: 224 (Taschenbuch)
Verlag: Cornelsen Verlag
Sprache: Englisch
ISBN-10: 3060311250
ISBN-13: 978-3060311255
Reihe: Einzelband
Meine Wertung: 4/5







Erster Satz:
The week I left my family and Florida and the rest of my minor life to go to Boarding school in Alabama, my mother insisted on throwing me a going-away party.

Before. Miles “Pudge” Halter is done with his safe life at home. His whole life has been one big non-event, and his obsession with famous last words has only made him crave “the Great Perhaps” even more (Francois Rabelais, poet). He heads off to the sometimes crazy and anything-but-boring world of Culver Creek Boarding School, and his life becomes the opposite of safe. Because down the hall is Alaska Young. The gorgeous, clever, funny, sexy, self-destructive, screwed up, and utterly fascinating Alaska Young. She is an event unto herself. She pulls Pudge into her world, launches him into the Great Perhaps, and steals his heart. Then. . . .
Quelle: Amazon


Miles soll wie auch schon sein Vater vor ihm die Schule wechseln und auf ein Internat gehen. Und ganz ehrlich? Was hält ihn an der alten Schule? Er hat dort keine wirklichen Freunde, ist der Außenseiter und fühlt sich nicht zugehörig. Mit dem Wechsel beginnt auch seine Suche nach dem ,,Great Perhaps" - dem großen Vielleicht - das ihm seit er beim Lesen darüber gestolpert ist, beschäftigt. Am Internat angekommen findet er in seinem Mitbewohner dem Colonel - übersetzt Oberst -, wie er auf der Schule bekannt ist, einen Freund. Durch ihn lernt er auch Alaska kennen. Alaska die so taff und vorlaut aber im nächsten Moment auch verletzlich und zerbrechlich sein kann. Bei seiner ersten Begegnung mit ihr ist er fasziniert von diesem Mädchen und schnell verwandelt sich diese Faszination in Liebe. Doch wird seine Liebe erwidert werden?

Die Geschichte teilt sich in zwei Teile. Dem 136 Tage davor- und den 136 Tage danach-Teil. Was genau denn passieren wird, wird natürlich nicht verraten, es werden nur immer wieder kleine Hinweise verstreut, die Spannung erzeugen und den Leser fesseln sollen. Leider sind mir manche Stellen zu ausschweifend und langatmig erschienen. Das dämpft die zuvor erzeugte Spannung und nimmt der Geschichte den anfänglichen Wind aus den Segeln. Trotzdem ist es interessant mehr von Pudge und seinem Leben zu erfahren. Pudge oder Miles, wie er eigentlich heißt, ist der Erzähler der Geschichte. Pudge heißt übersetzt so viel wie Pummel und die Ironie an dem Spitznamen, dem er von seinem Mitbewohner Chip aka Colonel verpasst bekommen hat, ist, dass Pudge eine ziemliche Bohnenstange ist, also genau das Gegenteil von einem Pummelchen. Und genau mit so viel Selbstironie wie auch schon im Spitznamen vorhanden ist, erzählt Pudge auch seine Geschichte. Dadurch war er mir gleich ab der ersten Seite sympathisch und ich konnte ihn gut nachvollziehen. Pudge ist ein interessanter Protagonist, der die letzten Worte von verstorbenen Berühmtheiten sammelt. Es scheint fast so als würden sich in Pudge zwei verschiedene Personen befinden. Einmal Miles. Der langweilige Außenseiter, der er war, bevor er Alaska getroffen hat. Und Pudge. Der Junge, der er auf dem Internat geworden ist. Der Junge der Streiche spielt, raucht, trinkt und Freunde gefunden hat. Es ist auf jeden Fall eine krasse Entwicklung wahrnehmbar.
Alaska dagegen ist während der gesamten Geschichte geheimnisvoll und undurchschaubar geblieben. Nur ganz selten konnte man einen Blick hinter ihre sorgfältig verschlossene Fassade werfen. Ich habe vor kurzem einen Satz gehört, der vollkommen auf Alaska zutrifft: Sie liebte Geheimnisse so sehr, dass sie selbst eines wurde. Mit ihr befreundet zu sein ist bestimmt nicht leicht, da sie sehr launisch sein kann, gleichzeitig kann sie den Personen aus ihrem Umfeld aber auch das Gefühl geben, etwas besonders zu sein. Bei Alaska wusste man nie, was man von ihr erwarten sollte und was sie als nächstes tun würde.

Trotz der langatmigen Stellen ist die Geschichte einfach so echt und real, dass sie mich fesseln konnte. Diese Geschichte könnte ohne Probleme so aus dem Leben genommen worden sein. Nicht nur einmal hatte ich das Gefühl, dass John Green nicht eine fiktionale Geschichte geschrieben hat, sondern eine, die wirklich Wort für Wort genau so passiert ist. Der Autor konnte der Geschichte mithilfe seines grandiosen Schreibstils und der vielseitigen Protagonisten Leben einhauchen.

Wieder einmal hat John Green mich nicht enttäuscht. Die Geschichte konnte vor allem mit ihren komplexen Charakteren punkten und so die leichten, durch die langatmigen Stellen verursachten, Schwächen ausgleichen. Eine Geschichte, die berührt und mitten aus dem Leben zu stammen scheint. Ich vergebe 4 von 5 Traumtänzerinnen:

John Micheal Green wurde am 24. August 1977 in Indianapolis, Indiana geboren. Bekannt wurde er durch den Videoblog, den er zusammen mit seinem Bruder Hank Green betreibt. Mittlerweile zählt es zu den 100 meistgesehenen auf YouTube. Green wuchs in Orlando, Florida auf, besuchte die Indian Springs Schools in Birmingham, Alabama und studierte anschließend Englisch und Vergleichende Religionswissenschaften am Kenyon College Ohio. Sein erstes Berufsziel war Pastor, welches er nach nach einschneidenden Erfahrungen als Kaplan in einem Kinderkrankenhaus verwarf. Sein Debütroman »Eine wie Alaska« wurde international ausgezeichnet, u.a. mit dem »Michael L. Printz Award« für besonderes Verdienste um die Jugendliteratur. Die deutsche Ausgabe war 2008 gleich zweimal für den »Jugendliteraturpreis« nominiert. Im Juli 2012 erschien sein mittlerweile weltberühmter Roman auf dem deutschsprachigen Buchmarkt unter dem Titel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter".
Quelle: Lovelybooks

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