(Rezension) Federherz von Elisabeth Denis

Titel: Federherz
Autorin: Elisabeth Denis
Verlag: Oetinger 34 Verlag
Seitenanzahl: 320
Reihe?: Band 1
Erscheinungstermin: 25. Juli 2016
ISBN: 978-3958820012
Meine Wertung: 4/5











Auf meinen Schreibtisch häuften sich zusammengeknüllte Taschentücher.
Irgendetwas geht vor sich und ich bin Teil dessen …Düstere Tage. Schnee. Schatten zwischen den Bäumen. Schritte. Wenn ich mich umdrehe, ist nichts zu sehen.Nur wegen Basil quäle ich mich jeden Tag zum Internat. Doch es wird immer dunkler, und etwas ist hinter mir her. Ich spüre es.Genau wie ich weiß, dass ich nicht zufällig auf Hainpforta gelandet bin.Ein Mädchen zwischen zwei Jungs und zwei Welten: märchenhaft, fantastisch,modern.
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Nach einem Brand in ihrer Schule werden die Schüler auf die umliegenden Schulen verteilt. Das abgelegene Internat Hainpforta, um das sich viele Gerüchte ranken, nimmt nur drei Schule auf - Mischa ist eine von ihnen. Obwohl sie nicht von ihren besten Freund Klaas getrennt werden möchte, ist die doch neugierig, was im Internat vor sich geht. Doch als Mischa die Schule das erste Mal betritt, ist sie völlig verwirrt. Alles ist ganz anders, als sie es sich vorgestellt hätte und Mischa spürt, dass ihr Aufenhalt in Hainpforta nicht bloßer Zufall ist

Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht der 14-jährigen Mischa. Mischa war mir von Anfang an sympathisch, da sie nicht zu allem Ja und Amen sagt, sondern mit einer gesunden Portion Skepsis an die Dinge herangeht. So war ihr auch schon ziemlich schnell klar, dass auf Hainpforta nicht alles mit rechten Dingen vorgehen kann. Schnell packt Mischa - und auch den Leser - die Neugier und es dauert auch nicht lange, bis sich erste Hinweise finden lassen. Bis zum Ende jedoch bleibt man größtenteils im Dunkeln, doch sobald alle Hinweise zusammengesammelt und wie Puzzlestücke zusammengefügt werden, ergibt sich ein ganzes Bild, das die Erklärung für die seltsamen Geschehnisse während Mischas Zeit auf Hainpforta liefert. Durch diese lange Zeit der Ungewissheit, in der der Leser zusammen mit Mischa das Geheimnis zu lüften versucht, wird Spannung aufgebaut, die sich durch die gesamte Geschichte zieht und der auch ein paar Längen keinen Abbruch tut.

Im Laufe der Geschichte streut die Autorin einige Fantasyelemente mit ein, die das Internat in eine magische Atmosphäre hüllen. Auch die anderen Internatsschüler schienen anders zu sein. Besonders Basil hat Mischa von Anfang an fasziniert und bei jedem zusammentreffen der beiden rauben seine türkisblauen Augen ihr den Atem. Trotzdem hält Basil sich lange Zeit bedeckt, gibt kaum etwas von sich preis und ist meistens eher schweigsam und still. Doch genau dieser Reiz des Unbekannten ist es, der Mischa so sehr zu Basil zieht und trotz der wenigen Sachen, die sie über ihn weiß, fühlt sie sich in seiner Nähe unglaublich wohl und sicher.
Doch nicht alle Internatsschüler sind ihr freundlich gesinnt. Marts zum Beispiel macht Mischa die Eingewöhnung auf der neuen Schule schwer und so versucht sie, ihm so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Obwohl Federherz viele bekannte Elemente aufgreift, werden diese gut weiterverabeitet und miteinander verbunden, so dass man nicht unbedingt das Gefühl verspürt, etwas zu lesen, das auch schon in vielen anderen Romanen Thema war. Der bildhafte, doch trotzdem einfach gehaltene Schreibstil verleiht der Geschichte ein frisches Lesegefühl, das Spaß bereitet.
Eine tolle Fantasygeschichte, die bereits bekannte Elemente neu verwertet und erzählt. Auch wenn Federherz einige Längen hat, konnte es mich durchgehend fesselnd und das Ende macht definitiv Lust auf die Fortsetzung. Ich vergebe 4 von 5 Traumtänzerinnen:

1. Federherz
2. Federwelt


Elisabeth Denis wurde 1976 in Jena geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und Germanistik (Friedrich Schiller Uni Jena und Universität Hamburg), brach ihr Studium jedoch für ein Schauspielstudium ab. Seit dem Abschluss 2004 arbeitet sie freiberuflich als Schauspielerin und Sprecherin, hauptsächlich in Berlin. Elisabeth Denis lebt mit ihren zwei Kindern in einem alten Krankenhaus und will nur ab und zu unbedingt aufs Land ziehen. 
Quelle: Oetinger

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