Rezension: Für immer die Seele von Cynthia J. Omololu




Titel: Für immer die Seele
Autor: Cynthia J. Omololu
Originaltitel: Transcendence
Seitenanzahl: 384 Seiten
Verlag: Dressler Verlag
Reihe: Für immer-Dilogie
Reiheinfo:
1.Für immer die Seele (Transcendence)
2.Für immer die Liebe (Intuition)












Erster Satz:
Gleich geschieht es wieder, ich kann es spüren.




Als die 16-jährige Cole den Londoner Tower besichtigt, wird sie von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Und dieses Erlebnis bleibt kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt? Nur einer scheint sie zu verstehen: der Amerikaner Griffon, den sie in London kennenlernt. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen?
(Quelle: amazon.de)

 



Als ich das Cover zum Ersten mal gesehen habe, hat es mich sofort fasziniert. Das Wort Seele ist groß im Mittelpunkt geschrieben und springt dem Betrachter somit sofort ins Auge. Die Farben passen sehr gut zusammen und da es aussieht, als würden sie drauf gemalt sein, wirkt das Buch wie ein kleines Kunstwerk. Was ich auch sehr schön finde, ist die gezeichnete Person auf dem Cover, denn wenn man sie etwas genauer betrachtet, kann man die kleinen Notenzeichen in ihren Haaren entdecken, welche wahrscheinlich in Bezug zu Nicoles Leidenschaft für Musik stehen.
Das Originalcover dagegen gefällt mir nicht so sehr. Es sind echte Personen drauf und somit bekommt man schon ein festes Bild von Nicole und Griffon aufgezwungen. Ich habe das Originalcover erst nach dem Lesen gesehen und ich habe mir Nicole und Griffon ganz anders vorgestellt.

Nicole, oder auch kurz Cole, ist mir von Anfang an sympathisch gewesen, wenn auch ein bisschen zu naiv. Sie ist eine begnadete Cellistin, man kann auch sagen ein Wunderkind auf ihrem Gebiet. Durch ihr Talent hat ihre Mutter schon einen genauen Lebensweg für Cole festgelegt und prahlt bei jeder Gelegenheit, welches Talent ihre Tochter doch hat. Cole jedoch ist der Ruhm nicht so wichtig, sie spielt aus Liebe zu dem Instrument und zur Musik.
Nicoles Schwester Kat tut mir jedoch ein wenig leid, da sie von der Mutter runtergemacht oder ignoriert wird, weil sie nicht so eine Begabung hat wie Cole.
Nicole hat jedoch seit einiger Zeit seltsame Visionen aus älteren Jahunderten. Sie glaubt, langsam den Verstand zu verlieren. Im Urlaub in London ist es dann besonders schlimm. Bei einer besonders langen Vision verliert sie das Bewusstsein. Als sie schließlich wieder zu sich kommt, trifft sie auf Griffon. Sie spürt sofort eine gewisse Verbindung zu ihm, findet sie aber zu kitschig, um sie wirklich ernst zu nehmen.
Griffon ist ein Amerikaner, der Cole zufällig in London begegnet und auch in ihrer Nähe wohnt. Während Cole nach ihrer ersten Begegnung ständig an ihn denkt und ihn scheinbar nicht aus ihrem Kopf bekommt, ist Griffon anfangs noch sehr distanziert. Nach und nach taut er aber auf und bringt Nicole bei, dass sie nicht verrückt ist, sonder dabei ist, eine Akhet zu werden. Eine Akhet ist eine Seele, die sich an ihre früheren Leben erinnern kann. Also sind diese Visionen Erinnerungen an ihre früheren Leben. Zuerst will Cole ihm nicht glauben, aber nach und nach fängt sie an ihm zu vertrauen. Doch als sie sich dann erinnert, warum er ihr so vertraut vorkommt, wird dieses Vertrauen auf eine harte Probe gestellt. Griffon ist auch nett und sympatisch, hat für mich aber nichts wirklich besonders an sich, so dass sein Charakter keinen Erinnerungswert hat.

Gleichzeitig will jemand Cole, wegen einer Sache aus einem längst vergangenen Leben, Schaden zu fügen und als sie herausfindet, wer es ist und warum dieser jemand es tut, ist es schon fast zu spät. Allerdings empfand ich die Szenen als vorhersehbar, was aber nicht weiter schlimm war, weil der Schreibstil das Lesen trotzdem spannend gemacht hat.
Frau Omololu schreibt sehr authentisch und bringt dem Leser Coles Gefühle sehr nahe. Das und die Tatsache, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Cole geschrieben wurde, macht es sehr leicht, sich in Cole hineinzuversetzen.
Was mich auch bei der Auswahl des Buches angesprochen hat, war das Thema. Das Thema Wiedergeburt finde ich sehr interessant und es gibt auch noch nicht viele Bücher, über das Thema, weshalb es (noch) unverbraucht und neu ist.




Jeder, der das Thema Wiedergeburt interessant findet, Lust auf ein spannendes Abenteuer hat oder aber eine erfrischende Liebesgeschichte lesen möchte, ist mit dem Buch gut versorgt. Über die wenigen Schwächen kann man locker hinwegsehn, denn der Rest hat mich überzeugt.
Für mich war am Ende eigentlich alles geklärt und obwohl ich mir vorstellen kann, worum es in der Fortsetzung gehen wird, wäre sie für mich gar nicht nötig. Natürlich werde ich den zweiten Teil trotzdem noch lesen.
Von mir gibt es 4 von 5 Traumtänzerinnen:






















Die US-amerikanische Jugendbuchautorin Cynthia J. Omololu wurde in New Jersey geboren und ist in der kalifornischen Stadt San Diego als Cynthia Jayne aufgewachsen, wo sie auch heute noch lebt. Bereits in ihrer Kindheit entdeckte sie ihre Liebe zur Literatur.
Im Anschluss an ihren Highschool-Abschluss absolvierte sie ein Englischstudium an der Universität von Santa Barbara und verbrachte ein Auslandsjahr in Schottland. Nach ihrer Absolvierung arbeitete sie in der Marketingabteilung einer Wochenzeitung in San Francisco, wo sie auch ihren späteren Ehemann traf. Den nigerianischen Wurzeln ihres Mannes hat sie auch ihren heutigen Nachnamen Omololu mit den vielen Vokalen zu verdanken. Nach der Geburt ihrer Kinder hat Cynthia gemerkt, dass sie eine Menge spannender Geschichten zu erzählen hat und begann, sich auf ihre Schriftstellertätigkeit zu konzentrieren. Im Februar 2013 erscheint mit "Für immer die Seele" ihr erstes Jugendbuch, das gleichzeitig den Auftakt einer Trilogie bildet.
[Quelle: lovelybooks]

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