(Rezension) The Last Desire - Verlassen von Nina Hirschlehner

Titel: The Last Desire - Verlassen
Autorin: Nina Hirschlehner
Verlag: Eisermann Verlag
Seitenanzahl: 450 (Taschenbuch)
Reihe: Band 1
Erscheinungstermin: 01.10.2015
ISBN: 978-3-946172-04-8
Meine Wertung: 4/5











Durch den starken Schneefall und den blendenden Schein der Laternen war es unheimlich schwer, die Straße noch auszumachen.
Ein verhängnisvolles Experiment reißt Cat unsanft aus ihrem gewohnten Leben. Plötzlich findet sie sich gemeinsam mit ihrem besten Freund Andy auf einem Vampirinternat wieder. Dort lernt sie schnell, wie gefährlich es sein kann, stärker zu sein als andere, weshalb sie ihre neu erlangte Gabe geheim halten muss. Mo, ein grausamer Vampir, will Ihre Kräfte unter allen Umständen an sich reißen. Wird Andy sie beschützen können?
Quelle: Amazon


Cat ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das froh ist, endlich wieder mehr Zeit mit ihrem besten Freund Andy verbringen zu können. Doch auf einmal wird sie hineingezogen in eine Welt von Vampiren, Blut und Gefahr. Als neustes Mitglied dieser Vampiergemeinschaft muss sie lernen, wem sie vertrauen kann und wem nicht, denn Cat besitzt eine besondere Macht, die sie sowohl stärker als auch zur Zielscheibe macht. Mo - ein Mitschüler von Cat auf dem Vampirinternat - hat es nämlich auf eben diese Macht abgesehen. Und er ist bereit, über Leichen zu gehen, um seine Ziele zu erreichen, auch über die von Andy. Kann Cat ihn beschützen?

Nicht noch ein typischer Vampirroman, könnte man sich jetzt denken. Doch mit dieser Aussage liegt man komplett falsch und wird der Geschichte keinesfalls gerecht. Die Autorin hat hier zwar auch nicht das Rad neu erfunden, dennoch wurden ein paar tolle Ideen eingebaut, die frischen Wind bringen. Da hätten wir beispielsweise die Kräfte, die einige Vampire in seltenen Fällen entwickeln und die sowohl begehrt wie auch gefürchtet sind. Gefürchtet vor allem von dem Rat der Vampire, die diese Gaben am liebsten ganz ausrotten würden. Mo dagegen ist wegen eine dieser Gaben hinter Cat her, denn sie hat eine ganz besonders mächtige in sich, die er unter allen Umständen an sich reißen will. Auch Andy versteckt seine Gabe, jedoch ist er Mo ein Dorn im Auge und steht deswegen auf seiner Abschussliste. 
Zu Anfang war ich ein wenig skeptisch, was die Geschichte anging. Den Prolog fand ich eher verwirrend als spannend und trotz meiner Hoffnung, dass er mir sich im Laufe der Geschichte erschließen würde, ist dies nicht vollständig eingetreten, obwohl einiges hinterher logischer erschien. Trotzdem ging es nach dem Prolog steil bergauf und es dauerte nicht lange, bis ich sowohl der Geschichte als auch ihren Charakteren verfallen war und ich förmlich an den Seiten klebte. Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht von Andy, Mo, einmal kurz auch von Jesse - Andys Bruder - und Isobell - Cats beste Freundin -, jedoch hauptsächlich aus der Sicht von Cat erzählt. Cat ist eine sehr sympathische, wenn auch manchmal naive Person. Sie versucht es immer allen Recht zu machen und stellt dabei häufig ihre Bedürfnisse an letzter Stelle. So verdrängt sie auch ihre Gefühle für Andy, weil sie weiß, dass ihre beste Freundin hoffnungslos in ihn verliebt ist. Andy bekommt davon jedoch nichts mit, denn er hat nur Augen für Cat. Die Beziehung zwischen Cat und Andy vertieft sich in diesem Band jedoch noch nicht weitgehend und lässt daher viel Raum für weitere Entwicklung in der Fortsetzung. Andy sieht immer das beste in den Menschen. Dieser Charakterzug bringt ihn jedoch in Gefahr und er muss akzeptieren, dass er nicht die Augen vor der Wahrheit verschließen darf, vor allem was Mo und seine Pläne anbelangt. Mo ist in meinen Augen sogar fast schon sympathisch gewesen, obwohl er ja eigentlich die Rolle des Bösen besetzen sollte. Seine sympathischen Züge empfinde ich jedoch nicht als negativ, denn durch sie ist er schwerer durchschaubar. Obwohl er kein großes Geheimnis aus seinen Plänen macht, wusste ich doch nie ganz genau, was er noch alles auf Lager hat und wie sich die Handlung entwickelt. Mo hat im Gegensatz zu anderen Bösewichten, die mir bisher in Bücherwelten begegnet sind, nicht diese abgrundtief böse Ausstrahlung oder das alleinige Streben nach Macht als Ziel. Er zeigt Gefühle, wenn auch nicht sehr häufig. In meinen Augen ist das ein Pluspunkt, denn es macht ihn zu einer anderen Art Bösewicht, als ich sie hier erwartet hätte. 
Isobell dagegen konnte ich überhaupt nicht ausstehen. Sie hat sich die ganze Zeit wie ein neidisches Biest verhalten und aus Eifersucht sogar ihre beste Freundin verraten, obwohl diese ihr immer zur Seite gestanden hat. Ich weiß, dass dieses Verhalten von der Autorin beabsichtigt und gewollt war, jedoch kann ich Cats Feshalten an der Freundschaft mit Isobell nicht nachvollziehen. 
Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Vereinzelt sind mir ein paar wenige Fehler aufgefallen, diese haben beim Lesen aber nicht gestört. Die Kapitel hatten auch genau die richtige Länge - weder zu lang, noch zu kurz. 
Das sehr offene Ende steigert meine Vorfreude auf den zweiten Band, dessen Erscheinen ich bereits herbeisehne. Ich bin schon gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und hoffe auf weitere tolle Lesestunden mit den Protagonisten. 
The Last Desire - Verlassen ist eine tolle Geschichte und ein vielversprechender Reihenauftakt. Auch Leser, denen Vampire schon zum Hals raushängen, sollten dem Buch eine Chance geben und die Charaktere nicht sofort abschreiben. Ich vergebe 4 von 5 Traumtänzerinnen:

Ich wurde am 22.01.1995 in Steyr (Oberösterreich) geboren und habe dort auch 2014 meinen Schulabschluss mit dem Schwerpunkt Design und Produktinnovation gemacht. 
Seit Dezember arbeite ich in einer Justizanstalt. Im selben Monat habe ich auch mein erstes Buch „Das Geheimnis der Flammen“ veröffentlich. 
Mein größtes Hobby ist natürlich das Schreiben und andere mit meinen Geschichten zu begeistern, aber ich male auch unheimlich gerne. Außerdem reise ich gerne und auch das Segeln macht mir großen Spaß.

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