Rezension: Elfenliebe von Aprilynne Pike


Titel: Elfenliebe
Originaltitel: Spells
Autorin: Aprilynne Pike
Seitenanzahl: 400
Verlag: cbj Verlag
Reihe: Laurel und die Elfen-Reihe
Reiheninfo:
1. Elfenkuss 
2. Elfenliebe 
3. Elfenbann
4. Elfenglanz








Erster Abschnitt:
Laurel stand vor dem Blockhaus und suchte den Waldrand ab; in einem Ansturm von Nervosität schnürte sich ihr die Kehle zu. Er wa da und beobachtete sie. Dass sie ihn nicht sehen konnte, hatte nichts zu bedeuten.





Als Laurel den Sommer in Avalon verbringt, wo sie die Lebensweise der Elfen kennenlernen soll, rückt die Menschenwelt für sie in weite Ferne. Dabei konnte Laurel sich die Zeit ohne ihren Freund David erst gar nicht vorstellen. Aber jetzt, in der Elfenwelt, ist alles neu, alles so wundersam – und da ist der attraktive, geheimnisvolle Frühlingself Tamani, der ihr zur Seite steht und der sie liebt, wie noch nie ein Mensch sie geliebt hat ... nach ihrer Rückkehr merkt Laurel, wie sehr ihr der Alltag in der Menschenwelt und vor allem David gefehlt haben. Sie spürt: Schon bald wird sie eine schwere Entscheidung treffen müssen ...
(Quelle: amazon.de)





,,Sag mir, dass David alles ist, was du im Leben brauchst.” Sein Gesicht war ganz nah an ihrem, sein Atem strich zärtlich über ihre Haut.”Sag schon, dass du nie an mich denkst, wenn du ihn küsst. Dass du nicht so von mir träumst wie ich von dir. Sag mir, dass du mich nicht liebst.”

Verzweifelt blickte sie zu ihm auf. Ihr Mund war wie ausgetrocknet, und die Worte, die sie herauswürgen wollte, blieben stecken. (S. 339)






Nachdem Laurel die Orks fürs erste vertreiben konnte, versucht sie ihren normalen Alltag wieder aufzunehmen. Doch das geht nicht lange gut, denn schon bald wird sie nach Avalon zitiert, um ihre Ausbildung zur Herbstelfe zu beginnen.
Mit Avalon hat die Autorin eine schöne Welt erschaffen, in der Magie und Realität sehr nah beieinander liegen. Die Unterschiede zur Menschenwelt werden dem Leser näher gebracht, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten. Die Autorin greift das Problem des Kastensystems auf, das sowohl in der Menschenwelt als auch in Avalon eine bedeutende Rolle spielt.
In Avalon verbringt Laurel mehr Zeit mit Tamani und vergisst dabei fast, dass David zu Hause auf sie wartet. Sie ist innerlich zerissen zwischen David und Tamani, Avalon und der Menschenwelt.
Während Laurels gemeinsamer Zeit mit Tamani erfährt man mehr über ihn. Neben seiner neckenden und verschmitzten Seite, hat er auch noch eine traurige und einsame Seite, die er Laurel während ihres Aufenthalts in Avalon zeigt. David ist zwar immer noch charmant und liebevoll, wirkt aber neben Tamanis lebhaften Charakter sehr blass und platt.
Laurel mag ich eigentlich sehr gerne, doch hin und wieder hat sie mich in diesem Band etwas genervt. Sie war immer wieder sehr gefühlskalt und hat Tamani manchmal sehr grausam behandelt. Sie hat ihn immer wieder zappeln lassen, ihm Hoffnungen gemacht und anschließend fallen gelassen und ich als treues Mitglied des Team Tamani konnte ihre Entscheidungen manchmal einfach nicht nachvollziehen. Allerdings kann man aus dem Ende schließen, dass noch nichts endgültig entschieden ist und auch im 3. Teil so einiges auf den Leser zukommt.
Und die Orks sind auch noch hinter Laurel her, denn sie haben ja noch eine Rechnung mit ihr offen. Meiner Meinung nach wurden sie aber etwas zu sehr in den Hintergrund verdrängt. Aprilynne Pike hat sich in diesem Band sehr auf die Dreiecksbeziehung zwischen Laurel, Tamani und David und Laurels Gefühlsleben konzentriert, was an sich auch nichts schlechtes ist, nur sind so leider die spannenden und actionreichen Szenen in den Hintergrund gerückt. Was mir allerdings gut gefallen hat, war, dass die Autorin noch neue Figuren in die Geschehnisse eingebaut hat, von denen man als Leser  -genau wie Laurel- nicht weiß, ob sie vertrauenswürdig sind oder nicht. Ich habe das Gefühl, dass diese neuen Charaktere auch im nächsten Band noch eine bedeutende Rolle spielen.

Der Schreibstil von Aprilynne Pike hat mir -wie auch schon im ersten Teil- gut gefallen. Die Autorin bringt dem Leser Laurels Gefühle sehr nahe, so dass man sich in Laurels Lage hineinversetzen kann und ihre Zerissenheit zwischen ihrem Menschenleben und ihrem neu entdeckten Elfenleben gut nachvollziehen kann.



Nicht ganz so gut, wie der erste Teil, aber trotzdem eine gelungene Fortsetzung. Aprilynne Pike hat am Ende viel Handlungsspielraum für die Fortsetzung gelassen und ich freue mich schon zu lesen, wie es weitergeht.
Von mir gibt es 4 von 5 Traumtänzerinnen:
















Aprilynne Pike wurde in Salt Lake City, Utah, USA geboren und wuchs in Phoenix, Arizona auf. Im Alter von 20 Jahren absolvierte sie das Lewis-Clark Sate College Lewiston, Idaho mit einem Bachelor Abschluss in Kreativem Schreiben. Ihr Debüt "Elfenkuss" (Originaltitel "Wings") veröffentlichte sie 2009 und brachte ihr den Durchbruch. Nach dem Erscheinen in Deutschland, schaffte es der Titel auch auf die SPIEGEL Bestsellerliste. Nach "Elfenliebe" und "Elfenbann" erschien im April 2013 mit "Elfenglanz" Band 4 der Elfen-Reihe.
(Quelle: lovelybooks.de)

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